Eine Reise, die nicht mit dem ersten Gang beginnt

Wer hierher kommt, kommt nicht zufällig.
Nicht auf dem Weg irgendwohin. Sondern bewusst.

Ein Abend im Rau beginnt nicht mit dem ersten Gericht,
sondern mit der Entscheidung, sich darauf einzulassen.

Zeit spielt dabei eine andere Rolle.
Sie strukturiert nicht den Ablauf –
sie verändert die Wahrnehmung.

Was serviert wird, sind keine klassischen Gänge.
Sondern Übergänge.

Manche flüchtig, kaum greifbar.
Andere intensiv und nachhallend.

Und nicht alles erschließt sich sofort.
Muss es auch nicht. 🙂

Zehn Jahreszeiten

Wir haben uns daran gewöhnt, das Jahr in vier Teile zu gliedern.
Eine Vereinfachung, die im Alltag funktioniert –
in der Küche aber oft zu kurz greift.

Dazwischen liegen Mikrojahreszeiten, dazwischen liegen Übergänge.
Kurze Phasen, in denen sich Produkte verändern, Texturen kippen.
Aromen neu ausrichten.

Genau dort beginnt unsere Arbeit.

Das Menü im Rau folgt den Abläufen und orientiert sich nach den
Aromen und Ernährungsphysiologischen Reihenfolgen.

Jedes dieser Menüs steht für einen Moment,
der sich nicht wiederholen lässt. Wie in der Natur selbst existiert nichts
für sich allein.

Handwerk als Grundlage

Handwerk ist hier kein Detail. Es ist die Grundlage.
Es zeigt sich nicht nur im Gericht, sondern im Besteck, in den Tischen, in der Fotografie, im Stahl der Küche und in den Lebensmitteln selbst.

Nichts ist zufällig, alles ist Handgemacht. Auch im Wein setzt sich dieser Gedanke fort. Ein Teil unserer Arbeit entsteht im Holz der
Fassbinderei Stockinger, was wir auch bald im Restaurant zeigen.

Die Struktur des Fasses, die Herkunft des Holzes, die Art des Ausbaus – sie prägen nicht nur den Wein. Sondern den Moment, in dem er Teil des Menüs wird. Jeder Wein ist bewusst gewählt, nicht als Begleitung. Sondern als Fortsetzung.

Mehr als ein Menü, Veränderung statt Abfolge

Klemens Gold gehört zu jenen Köchen, die sich nicht mit der Oberfläche zufriedengeben. Wer möchte, kann hier einfach essen.
Und einen Abend erleben, der anders ist als viele andere.

Wer tiefer eintaucht, entdeckt Zusammenhänge.
Warum etwas schmeckt, wie es schmeckt.
Warum Bitterkeit eine zentrale Rolle spielt.
Und warum Tiefe nicht laut sein muss.

Holzkohle, Feuer, Reduktion.
Elementare Techniken, die nicht inszeniert werden müssen,
weil sie selbstverständlich sind. Oder warum Fermentation nicht nur konserviert, sondern verändert.

Die meisten Mitarbeiter in dieser Küche bleiben unsichtbar.
Mikroorganismen, die seit Jahrhunderten daran arbeiten, Lebensmittel zu transformieren. Bakterien, Hefen, Pilze.
Sie strukturieren nicht nur Produkte, sondern auch Zeit.

Viele Menschen, ein Ablauf

In der Küche arbeiten Klemens und Philipp, Im Raum begleiten Paul und Magdalena durch den Abend.
Service ist hier keine Funktion,Sondern Kultur. Es gibt keine Übergaben, Keine Brüche.
Was entsteht, wird direkt weitergegeben, Was erklärt wird, kommt aus erster Hand.
Ein kleiner Betrieb, mit einer klaren Idee davon, wie ein Abend verlaufen kann.

Magdalena Gold – Sommelière & Owner

Klemens Gold – Jefe

Paul Piaty – Dipl. Sommelier

Philipp Reisenbichler – Souschef

Die Länge der Reise

Die Struktur steht, Die Intensität bestimmen Sie.
short nature experience ca. 135€ | middle nature experience ca. 190€ | whole nature experience ca. 245€
Inkl. Brot Gedeck & Wasser | Auftakt & Abschluss
+Käse 26€ | Weinbegleitung in 1/8 ca. 130€
Übernachtung 49€ p.P. / a la carte Frühstück

Wir sind bei „Schau aufs Land“ und bieten Stellplätze zum Übernachten, ob mit Zelt oder Wohnwagen.

Nicht jeder Abend verläuft gleich. Und genau darin liegt sein Wert. Das Wechselspiel der Raum-Zeit.

Einlassen

Man kann diesen Abend planen. Oder man lässt ihn zu. Vielleicht ist es genau dieser Ort,
an dem sich kulinarische Gravitation neu ordnet.